9.5 Der Brautstraußwurf

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Beim Brautstraußwurf wirft die Braut - üblicherweise im Anschluss an den "Schleiertanz"- ihren
Brautstrauß in die Menge der ledigen Frauen. Diejenige, die den Brautstrauß fängt, wird nach
alter Sitte als Nächste heiraten. (Da diese Sitte so alt ist, treten heutzutage meist auch 
geschiedene Frauen zum Fangen an - die genau genommen nicht "ledig" sind.)

Zu folgenden Fragen bieten sich jeweils einige Alternativen an:

1) Verbleibt der Brautstrauß bei der "Fängerin"?

q a) Der Strauß verbleibt bei der Fängerin.

q b) Die Fängerin gibt der Braut den Brautstrauß zurück.

2) Welcher Brautstrauß wird geworfen?

q a) Der Standesamtstrauß   q  b) Der Kirchenstrauß   q
c) Ein Ersatzstrauß

3) Wie wird der Brautstrauß geworfen?

q  a) "Der Überkopfwurf" (die traditionelle Variante):

Die Braut stellt sich auf der Tanzfläche mit dem Brautstrauß in den Händen ca. 5 Meter vor die 
Menge der ledigen Frauen. Wenn die Musik erklingt, dreht die Braut sich um und wirft in dem
Moment den Brautstrauß über Kopf, in dem die Musik verstummt.
Bei dieser Variante geschieht es häufig, dass der Brautstrauß nicht beim ersten Versuch sein
Ziel findet (Der Strauß fliegt gegen die Decke, fliegt zu weit oder zu kurz). Je nach Beschaffenheit
des Brautstraußes kann dieser dadurch beschädigt werden
.

!! Deswegen ist auch eine Disziplin beim Hochzeits-7-Kampf® das Brautstrauß-Zielwerfen !!

q  b) "Brautstraußroulette":

Die Braut stellt sich mit dem Brautstrauß in den Händen in die Mitte der Tanzfläche. Der Bräutigam
stellt
sich hinter die Braut und hält ihr mit seinen Händen die Augen zu. Die ledigen Frauen bilden Hand in Hand
einen Kreis um das Hochzeitspaar und marschieren mit dem Einsetzen der Musik um das Hochzeitspaar
herum. Der Bräutigam kann seine Braut langsam in entgegengesetzte Richtung  drehen. Wenn die Musik
plötzlich verstummt, bleiben alle sofort stehen, und die Braut übergibt den Brautstrauß derjenigen, die ihr
gegenübersteht. Diese Variante hat 2 Vorteile: zum einen wird der Brautstrauß nicht beschädigt, und
zum anderen
bestehen in Zusammenarbeit mit der Musik gewisse "Manipulationsmöglichkeiten", 
falls man den Brautstrauß gern einer bestimmten "Unverheirateten" zukommen lassen möchte.


4) Was geschieht nach dem Brautstraußwurf?

q  a) Für die "Fängerin" und ihren Partner spielt die Musik einen kurzen Ehrentanz. Danach wird der Tanz für 
         alle Gäste fortgesetzt.

q  b)  Es gibt keinen Ehrentanz, sondern Tanz für alle oder den Mitternachtsimbiß (evtl. mit Hochzeitstorte).

q  c)  Eine ähnliche Zeremonie wird mit allen Junggesellen durchgeführt. Statt des Brautstraußes wird dann
          z.B. der Blumenanstecker oder die Fliege des Bräutigams gewählt. Je nachdem, ob der Fänger und die
          Fängerin schon "in festen Händen" sind, ergeben sich dann verschiedene Kombinationsmöglichkeiten
          für einen möglichen Ehrentanz.

5) Folgende zusätzliche Variante(n) soll(en) gewählt werden:

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